Wett ABC
WettABC mit Infos und Tips&Tricks zum Wetten. Eine lose Serie von Anleitungen.
Wett ABC: Die Paroli Progression
Sportwetten sind so interessant wie der Sport selbst. Mit dem Glauben, seine Mannschaft und deren Stärken zu kennen, wächst die Überzeugung, am Gewinn der eigenen Mannschaft partizipieren zu können. Obwohl es eine sichere Erkenntnis ist, dass der Buchmacher immer gewinnt, glaubt man dennoch, durch geeignete Strategien und die Kenntnis der Umstände der Gewinner sein zu können.
Die Erfahrung zeigt, dass jeder am Sport Begeisterte gewinnen kann und auch gewinnt. Die menschliche Psyche, der Wunsch danach, im Leben immer gewinnen zu wollen, steht auch Pate für die Paroli Progression. Geschicktes Verteilen des zur Verfügung stehenden Kapitals und die Überzeugung, trotz eines momentanen Verlustes letztendlich doch auf der Gewinnerseite zu stehen, erhalten die Lust am Spiel, denn am Ende kann jeder immer noch Sieger bleiben.
Der Begriff der Progression
Das lateinische Wort für Fortschritt ist „progressus“. In verschiedenen Bereichen wird der Begriff für ein Fortschreiten, für eine längerfristige Gültigkeit bestimmter Regeln verwendet. Das Gegenteil von Progression ist Regression, womit ein Rückschritt beschrieben wird. Den allerdings wünscht sich niemand. Immer nach vorne gewandt, nie aufgeben, das ist es doch, was die wahren Ziele jeder Tätigkeit beschreibt!
Was zu beachten ist
Ein erfolgreicher Spieler wird niemals alles auf eine Karte setzen, auch wenn die Versuchung noch so groß ist. Der Spieler, der auf die Dauer gewinnt, hat schon öfter verloren und daraus gelernt. Er setzt nur einen geringen Teil seines Spielkapitals. Niemals wird er auf einmal alles, was er hat, zum Einsatz bringen und somit riskieren. Würde er alles setzen, dann könnte er zwar schnell viel gewinnen, die Wahrscheinlichkeit jedoch, alles auf einmal zu verlieren, wäre groß und dieses Risiko geht ein erfahrener Spieler niemals ein.
Der wichtigste Punkt, den es für einen Anfänger zu beachten gilt, ist es also, vorsichtig zu setzen und sich nicht zu Risiken verleiten zu lassen.
Die Wettquote
Um langfristig bei Sportwetten gewinnen zu können, ist es wichtig, die Wettquoten zu kennen und somit richtig einsetzen zu können. Hier tritt die Stochastik als ein Teilgebiet der Wahrscheinlichkeitsrechnung, die „Kunst des Vermutens“, in Erscheinung. Der Ausgang eines Fußballspieles hat grundsätzlich drei Möglichkeiten: Heimsieg, Unentschieden und Sieg der auswärtigen Mannschaft. Wenn der Buchmacher einen Heimsieg mit 50 % erwartet, ein Unentschieden mit 30 % und einen Gewinn der gegnerischen Mannschaft mit ebenfalls 30 %, dann hat der Buchmacher ein Plus von 10 % einkalkuliert, denn 50 + 30 + 30 = 110. Bei einer Wahrscheinlichkeit für einen Heimsieg von 50 % errechnet sich die Wettquote für diesen Fall zu 100 / 50 = 2.
Wie die Paroli Progression funktioniert
Ist die Quote bestimmt und bekannt, dann kann mit der Progression begonnen werden. Bei unserem Rechenbeispiel wird eine Quote von 2 angenommen. Bei einem Starkapital von beispielsweise 200 Euro werden 2 % = 4 Euro eingesetzt. Sie verlieren und multiplizieren den ersten Einsatz mit der Quote, setzen also 8 Euro. Jetzt gewinnen Sie und erhalten 8 mal 2 = 16 Euro. Ihr Einsatz war 12 Euro, Ihr Gewinn ist somit 4 Euro. Hätten Sie erst im dritten Anlauf gewonnen, dann hätten Sie 4 + 8 + 16 = 28 Euro gesetzt und 16 mal 2 = 32 Euro im dritten Anlauf gewonnen und somit einen Gewinn von ebenfalls 4 Euro gehabt. Bei einem Gewinn erst im vierten Anlauf wäre der Einsatz 4 + 8 + 16 + 32 = 60 Euro gewesen, der Gewinn 32 mal 2 = 64 Euro und auch hierbei hätten Sie den Verlust durch den Gesamtgewinn von zwar nur 4 Euro leicht verschmerzen können.
Vor- und Nachteile der Wettprogression
Bei einem besonnenen und konsequenten Einsatz der Paroli Progression bei Sportwetten ist ein langfristiger Verlust nahezu ausgeschlossen. Wie bei allen Wetten bleibt allerdings ein Restrisiko, das aber immer einkalkuliert werden muss und zur Spannung beim Wetten beiträgt.
Benjamin Becker
Wett ABC: Die Fibonacci Progression
Bei der Fibonacci Progression geht es um eine bestimmte Optimierung der Reihenfolge, in der Wetteinsätze bei einem Roulettespiel oder auch bei Sportwetten gemacht werden. Sie hat ihren Namen von dem Mathematiker Fibonacci, der im dreizehnten Jahrhundert in Italien lebte und während dieser Zeit viele noch heute verwendete mathematische Sätze entwickelte. Eine der wichtigsten Entdeckungen Fibonaccis ist die “Fibonacci-Zahlenreihe”, auch kurz “Fibonacci-Zahlen” genannt. Hierbei handelt es sich um eine bestimmte Aufstellung von Zahlen, die einem festgelegten Muster folgen.
Die Fibonaccizahlen
Die Fibonacci-Zahlenfolge beginnt mit der 0 und der 1, die als die ersten beiden Zahlen angenommen werden. Alle weiteren Zahlen in der Reihe berechnen sich als Summe aus ihren beiden Vorgängerzahlen. Die auf 0 und 1 folgende Zahl wäre also die 1 (0+1). Die nächste Zahl ist die 2 (1+1). Dann kommt die 3 (1+2). Die folgende Zahl ist die 5 (2+3). Und auch alle weiteren Zahlen in der Reihe werden entsprechend berechnet. Dies hat auch zur Folge, dass die Zahlenreihe unendlich ist. Sie kann beliebig lange fortgeführt werden.
Zu beachten ist außerdem, dass es einen Unterschied gibt zwischen der Zahl n, die der Berechnung zugrunde gelegt wird und der Fibonaccizahl selbst. Soll zum Beispiel die Fibonaccizahl von 10 ermittelt werden, darf nicht einfach die Summe aus 9 und 8 gebildet werden. Grundlage für die Berechnung sind vielmehr die Zahlen 21 (ergibt sich als Fibonaccizahl von 8) und 34 (die Fibonaccizahl von 9). Das Ergebnis ist also nicht 17, sondern 55.
Die Verwendung der Fibonacci Progression im Bereich “Sportwetten”
Da es sich bei den Fibonaccizahlen um eine besonders bedeutsame und häufig herangezogene Zahlenfolge handelt, findet sie auch beim mathematisch orientierten Glücksspiel und bei Sportwetten Anwendung. Diese Progression wird nach dem oben beschriebenen Schema berechnet, wobei die ausgewählten Wetteinsätze als Grundlage für die Berechnung gewählt werden. Entscheidet man sich zum Beispiel, 100 Euro zu setzen, so berechnet man seinen nächsten Einsatz bei einem Verlust nach dem Fibonacci-Schema. Ständigen Verlust des Einsatzes angenommen, würden sich bei 100 Euro zum Beispiel im nächsten Schritt wieder 100 Euro, dann 200, dann 300 und dann 500 Euro ergeben. Bei dieser Progression ist außerdem zu beachten, dass bei einem Gewinn wieder nach unten gegangen wird. Üblich hierfür sind zwei Stufen.
Lohnt sich die Anwendung der Fibonacci-Strategie?
Wer seine Einsätze bei Wetten systematisch wählen möchte, hat mit der Fibonacci-Strategie eine altbewährte Methode gefunden. Ihr Vorteil ist, dass die Einsätze nicht zu schnell steigen, sodass etwaige Verluste in Grenzen gehalten werden. Allerdings ist dieser Vorteil auch zugleich ihr größter Nachteil. Während der Anstieg in den unteren Stufen nur gering ist, erfolgt er in den höheren Progressionsstufen sehr rasant. In diesem Fall ist es besser, diese Strategie mit einer anderen zu kombinieren, die zu hohe Verluste vermeidet.
Benjamin Becker
Wett ABC: Die Martingale Progression
Bei der Martingale Progression handelt es sich um eine Strategie für verschiedene Glücksspiele, die darauf beruht, den Einsatz im Verlustfall bei der nächsten Runde zu erhöhen. Benannt ist diese Strategie nach dem französischen Ort Martigues, deren Einwohner früher als relativ leichtgläubig galten („martegalo“ ist auch heute noch ein Ausdruck für „waghalsig“ oder „leichtsinnig“ in der Provence). Die Martingale Progression wird hauptsächlich von Hobbyspielern und Amateuren bei Spielen wie Pharo oder Roulette eingesetzt, kommt mitunter aber auch bei Wetten zum Einsatz.
Die klassische Progression nach Martingale-Strategie sieht im Roulette beispielsweise vor, zunächst eine Einheit auf die Farbe schwarz zu setzen. Kommt schwarz, gewinnt der Spieler. Kommt rot, so verdoppelt der Spieler für die nächste Runde seinen Einsatz. Kommt nun schwarz, hat der Spieler drei Einheiten eingesetzt, gewinnt aber vier und ist somit auf der Gewinnerseite. Kommt wieder rot, wird der Einsatz für die nächste Runde wieder verdoppelt. Das Verdoppeln des Einsatzes erfolgt also so lange, bis der Gewinnfall eintritt, bei dem der Spieler unabhängig von allen vorigen Verlusten immer mit einem Plus aus dem Spiel geht. Nach dem Gewinn beginnt der Spieler nun wieder mit dem Einsatz einer Einheit auf schwarz.
Diese Strategie ist natürlich nicht nur mit dem Spiel auf Farben möglich, sondern auch mit dem Spiel auf gerade oder ungerade Zahlen oder sonstigen Spielmöglichkeiten, bei denen es nur zwei mögliche Ausgänge gibt.
Die Krux dieses Prinzips besteht darin, dass die Verlustserien so lang sein können, dass der Einsatz irgendwann nicht mehr verdoppelt werden kann, da dann das Einsatzlimit des Tisches erreicht ist. Hält die Serie des Verlusts also zu lange an, steht der Spieler am Ende mit einem Totalverlust seines gesamten eingesetzten Kapitals dar. Kurzfristig führt die Progression zum Erfolg, langfristig jedoch wird immer ein Totalverlust eintreten. Ebenfalls ein Nachteil ist es, dass die Einsätze auch schon vor Erreichen des Limits mitunter enorme Höhen annehmen können und viele Spieler einfach nicht genug Spielkapital mit an den Tisch bringen, um die Progression „zu Ende“ spielen zu können.
Das Martingale-Prinzip ist zwar beim Roulette der sichere Weg in den Ruin, kann jedoch im Bereich der Sportwetten durchaus zum Erfolg führen. Hierzu benötigt man nur eine Reihe von Spielen mit einer Ausgangsmöglichkeit, deren Quote bei mindestens 2,0 liegt, da der Einsatz ja mindestens verdoppelt werden muss. Hierzu eignet sich beispielsweise der Ausgang „Unentschieden“ für Fußballspiele besonders gut, da dieses Ereignis quasi immer höher als 2,0 quotiert ist.
Beispiel: Am ersten Spieltag setzt der Spieler eine Einheit auf ein Unentschieden zwischen Schalke und Dortmund. Geht das Spiel unentschieden aus, macht der Spieler Gewinn. Geht das Spiel nicht unentschieden aus, so setzt er wieder auf ein Remis von Schalke am nächsten Spieltag und verdoppelt seinen Einsatz. Dies macht der Spieler so lange, bis das Spielergebnis von Schalke einmal „Unentschieden“ ist. Da es extrem unwahrscheinlich ist, dass eine Mannschaft während der Saison völlig ohne Remis-Spiele auskommt, ist dies mitunter eine profitable Strategie für Sportwetten. Die Nachteile sind jedoch genau die selben wie beim Roulette: Der Kapitaleinsatz kann mitunter enorm sein, besonders dann, wenn eine Mannschaft sehr lange nicht unentschieden spielt. Ein Einsatzlimit gibt es bei Sportwetten zwar theoretisch nicht, jedoch kommt es häufig vor, dass einzelne Buchmacher erfolgreiche Spieler beim Wetten limitieren. Merkt der Buchmacher also, dass ein Spieler auf lange Sicht Gewinn macht, limitiert der Buchmacher ihn häufig in seiner Einsatzhöhe, so dass dieser fortan weniger große Gewinne für sich beanspruchen kann und folglich irgendwann an eine Einsatzgrenze stößt. Die Martingale-Strategie bei Wetten anzuwenden ist daher ebenfalls mit einigen Risiken bedacht.
Benjamin Becker
Wett ABC: Die d’Alembert Progression
Wer gerne wettet, setzt einen Teil seines Geldes, den sogenannten Wetteinsatz, ein, um die Chance auf den Gewinn, wie klein sie auch sein mag, zu suchen und für sich einzunehmen. Das gilt für Lottospieler, das gilt auch für Glücksspieler, wie zum Beispiel für das Spielen am Roulette-Tisch, aber auch für sämtliche Sportwetten. Dabei ist jeder Spieler gleichermaßen auf der Suche nach dem perfekten, todsicheren Spiel-System. Dass es dieses letztlich nicht gibt und nicht geben kann, stellt sich schnell heraus, wenn man sich intensiver mit den Gewinnwahrscheinlichkeiten beschäftigt. Doch gibt es in der Geschichte des Glücks- und Wettspiels auch gute und sehr professionelle Ansätze, um möglichst klug und kalkuliert zu spielen und seine Spiel- und Wetteinsätze einzubringen und zu setzen. Dazu zählt unter anderem auch die sogenannte d’Alembert Progression.
Gerade bei Wettfreunden, die eine gewisse Strategie und ein echtes Money-Management betreiben, sind professionelle, sinnvolle Konzepte sehr gefragt. Die d’Alembert Progression kann unter Umständen eine solche konzeptionelle Hilfe anbieten. Diese geht zurück auf den Mathematiker und Philosophen Jean Baptiste le Rond d’Albert, der im 18. Jh. in Frankreich lebte und sich auch mit den Wahrscheinlichkeiten in Wett- und Glücksspielen beschäftigte. Bei diesem Konzept legt der Spieler bei seinem Wetteinsatz eine konkrete Wetteinheit fest, zum Beispiel 10,- EUR. Entsprechend der ersten Wette, ob diese nun gewonnen oder verloren wurde, wird bei der zweiten Wette ein entsprechender Schluss gezogen: beim Gewinn der vorausgegangenen Wette, wird der Einsatz um eine Einheit gemindert, wird dagegen die vorausgegangene Wette verloren, wird der Wetteinsatz entsprechend um eine Einheit erhöht. Wichtig dabei ist, dass die Null, also keine Einheit, hierbei nicht berücksichtigt wird, sondern eine Einheit stets der niedrigste Wetteinsatz bleibt.
An einem Beispiel dargestellt bedeutet das konkret: die erste Wette hat einen Einsatz von 10,- EUR, wird diese gewonnen, bleibt es beim Wetteinsatz von 10,- EUR; wird sie dagegen verloren, erhöht sich der Wetteinsatz um eine Einheit, also um 10,- EUR, sodass der Einsatz nun 20,- EUR beträgt. Geht die nächste Wette verloren, wird der Einsatz ein weiteres Mal um eine Einheit erhöht, er lautet nun 30,- EUR. Dieses Prinzip wird entsprechend auf diese Art und Weise fortgesetzt.
Der Vorteil dieser Progression liegt in der Tatsache, dass das Verlustrisiko recht überschaubar und kalkulierbar bleibt, gerade wenn die Quote der Wetten zwischen 1,5 und 2,2 liegt. Somit kann es zu einer ordentlichen Optimierung des Gewinns kommen.
Freilich hat auch dieses System seine Grenzen und Probleme. Manchmal wird die von d’Alembert entwickelte Progression fälschlicherweise als Ausgleichgesetz bezeichnet. Mit der sogenannten Theorie von Martingal kann aber klar bewiesen werden, dass es kein Gesetz der Welt gibt, das bei Wett- und Glücksspielen langfristig Gewinn garantiert. Es findet zwar ein Ausgleich statt, allerdings bezüglich einer relativen und nicht einer absoluten Häufigkeit. Kommt es demnach tatsächlich vor, dass beim Wetteinsatz ein Spieler immer wieder gewinnt, ist es gemäß Martingal keine Folge einer besonders erfolgreichen Spielstrategie, sondern letztlich nur alleinige Folge des immer noch gültigen Zufalls. Auch Sportwetten sind demnach nicht völlig mit einer Strategie zu erschließen, sondern auch weiterhin Teil des großen Zufalls.
Benjamin Becker
Wett ABC: Sportwetten-Progression
Der Begriff der Progression kommt ursprünglich aus dem Casino-Bereich. Progression wurde bevorzugt beim Roulette eingesetzt und funktioniert folgendermaßen: Es wird beispielsweise immer wieder auf „Rot“ gesetzt, bis tatsächlich die Kugel auf die Farbe „Rot“ gefallen ist. Ein möglichst geringer Einsatz verschafft Luft nach oben. Mögliche Verluste können so leichter wieder ausgeglichen werden.
Auch im Bereich der Sportwetten wird die Progression immer beliebter.
Welche Progressionsarten gibt es?
Progressionen gibt es für Wetten auf Gewinn, Verlust oder Unentschieden.
Bei der Verlustprogression erhöht sich nach einer verlorenen Wette der Einsatz. So können vorherige Verluste ganz oder teilweise ausgeglichen werden. Läuft es optimal, steht am Ende ein Nettoplus. Selbst ohne irgendeine Ahnung von Wetten zu haben, ist es möglich, mit Verlustprogressionen Gewinne zu erzielen – allerdings nur kurzfristig. Andere Meinungen hierüber sind wohl damit zu begründen, dass davon ausgegangen wird, dass sich nicht gewinnbringende Einsatzstrategien langfristig zu profitablen Systemen entwickeln können. Für alle Verlustprogressionen gilt aber, dass die Marge des Buchmachers langfristig einen negativen Erwartungswert voraussetzt. Trotzdem gibt es Wetter, die auch über einen längeren Zeitraum Gewinne mit Verlustprogressionen erzielen. Dieser Erfolg ist aber nur Personen vorbehalten, die die Fähigkeit besitzen, gewisse Spielausgänge exakter voraussehen zu können als die Buchmacher.
Deshalb ist es in der Regel eher so, dass mit Verlustprogressionen bei Sportwetten kaum Gewinne zu erzielen sind. Verantwortlich hierfür ist ganz einfach die menschliche Psyche. Wer sich in der siebten Progressionsstufe des Martingale Systems befindet, bekommt nicht selten „Nervenflattern“, wenn das 64-fache des Grundeinsatzes gesetzt werden muss, um vorangegangene Verluste wieder auszugleichen oder wenigstens einen kleinen Gewinn zu erzielen. Kein Wunder, wenn bei diesem enormen Druck auch falsche Entscheidungen getroffen werden.
Verlust – Progressionen
Zu den Verlust-Progressionen zählen nachfolgende Systeme:
- D’Alambert
- Martingale
- Super Martingale
- Fibonacci
Gewinnprogressionen, die auch Paroli genannt werden, verhalten sich genau umgekehrt zu den Verlustprogressionen. Das Prinzip ist jedoch identisch. Wetteinsätze werden dann nicht nach einer Verlustwette, sondern nach einer gewonnenen Wette erhöht. Wer richtig Paroli spielen will, muss sich vorher eingehend mit der Ausgestaltung des Systems auseinandersetzen. Dabei gilt es, sich über grundlegende Fakten Gedanken zu machen:
- Festlegung des Grundeinsatzes
- (in der Regel zwischen 1 – 3 Prozent)
- Über wie viele Progressionstufen wird gegangen?
- (Nach wie vielen erfolgreichen Wetten wird wieder mit dem Grundeinsatz begonnen?)
- Quotenauswahl
Die Vorteile dieses Systems sind klar. Mithilfe der Gewinnprogression können durch die Ausnutzung erfolgreicher Wetten hohe Gewinne erzielt werden, da nur mit dem Geld des Buchmachers gespielt wird. Nach der ersten Wette werden auf nachfolgenden Progressionsstufen nur zuvor erspielte Gewinne eingesetzt. Geht ein Tipp schief, geht auch nur der Grundeinsatz verloren. Auf diese Weise wird die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes deutlich reduziert.
Von Nachteil ist, dass häufig zu viele Progressionsstufen angesetzt werden, die für Frustration beim Wettspieler sorgen können. Wurden drei Wetten erfolgreich abgeschlossen, ist es sinnvoll, wieder mit dem Grundeinsatz zu starten und die vierte Progressionsstufe zu ignorieren.
Gewinn-Progressionen
Zu den Gewinn-Progressionen gehören die Anti Martingale- und die Contre D’Alambert- Methode.
Eine weitere Variante der Sportwette mit Progression ist das Tippen auf Unentschieden (zum Beispiel beim Fußball). Es sollte ein Spiel ausgewählt werden, von dem vermutet werden kann, dass am Ende mit großer Wahrscheinlichkeit ein Unentschieden steht. Nun wird der Grundeinsatz festgelegt und anschließend auf das Spiel gesetzt. Ist der Tipp richtig, wird die zuvor praktizierte Vorgehensweise wiederholt. Liegt der Tipper daneben, wird der Einsatz verdoppelt und er tippt auch das nächste Spiel auf ein Remis – solange, bis tatsächlich ein Unentschieden gespielt wurde.
Bei dieser Methode ist darauf zu achten, dass der Grundeinsatz der ersten Wette nicht zu hoch ausfällt. Denn es ist durchaus möglich, dass in Folge fünf, sechs oder sieben Spiele nicht unentschieden enden. Außerdem ist genügend Kapital notwendig, um einer eventuelle Durststrecke standzuhalten.
Benjamin Becker
Wett ABC Progression: Martingale
Progression: Martingale
Grundlage
Nach einer langen Pause gibt es wieder einen Beitrag im Wett ABC. Die Grundlagen des Wettens sind erklärt. Jeder Wetter hat sich sicher schon einmal mit der Progression beschäftigt und gedacht, damit kann man gut Verlust Wetten wieder wettmachen. Ich glaube, jeder hat mal die Martingale Progression gespielt. Auch wenn sie ihm so nichts sagt. Es ist die einfachste Art der Progression. Als Beispiel wird hier gerne das Roulette Spiel genommen. Man spielt auf Rot oder Schwarz und gewinnt wenn eins der zwei Ausgänge eintreffen. Sollte man falsch liegen verdoppelt man den Einsatz und spielt wieder solange bis man gewinnt. Sollte man unendlich Geld zur Verfügung haben und es wirklich nur zwei Ausgänge geben, würde man hier im Endeffekt sehr sehr kleine Beträge gewinnen können. Aber es gibt beim Roulette Spiel noch das grüne Feld, dann hat man auf jeden Fall verloren. Man gewinnt hier also 1 Einheit wenn man 1 Einheit setzt. Man gewinnt diese 1 Einheit aber auch, wenn man im verlauf der Progression 1024 Einheiten setzt. Und bei 1024 Einheiten ist man sehr schnell, schon im 11. Verlustfall ist man bei 1024 Einheiten.
Sportwetten – Unentschieden
Bei der 3 Wege Wette im Fussball ist die Quote meist über 3. Hier kann man sich auch sehr oft überlegen doch ein Unentschieden Martingale zu spielen. Denn man muss den Einsatz nicht verdoppeln, da die Quote ja höher als 3 ist. Somit müsste die zweite wette nur mit dem maximal 1,5 fachen Einsatz spielen. In den letzten 9 Jahren wurden in der 1. Bundesliga ca. 25,21% Spiele mit einem Unentschieden beendet. Damit müsste die Quote über 4 sein um eine faire Quote zu bekommen. Sprich, dass man bei jedem 4. Spiel auch wirklich wieder mit einem +-0 raus kommt. Da aber die Quote niedriger ist als sie sein müsste ist hier ein Verlust vorprogrammiert. Anstatt jedes 3. Spiel zu gewinn gewinnt man nur jedes 4. Spiel. Dies macht schon mal 1 Einheit Verlust aus. Die Wahrscheinlichkeit 11 Spiele in Folge zu verlieren ist 75%^11=4,224%. Die Wahrscheinlichkeit 1 Spiel zu verlieren liegt im Durchschnitt bei 75%. Jetzt müssen wir uns noch den Erwartungswert des Unentschieden Martingales ausrechnen: 1-75%^11=95,776%. Das ist somit die Wahrscheinlichkeit nach 11 Spielen gewonnen zu haben. Hört sich jetzt natürlich recht viel an. Aber wenn wir uns jetzt den Erwartungswert anschauen ist dieser negativ.
Bei einer 3er Quote:95,776%*1 Einheit – 4,224%*57,665 Einheiten = -1,478 Einheiten.
Man macht also im Durchschnitt Verlust und die Bank gewinnt. Der Erwartungswert ist bei einem Unentschieden Martingale sogar niedriger als bei dem Roulette Spiel.
Fazit
Martingale ist eine schlechte Art der Progression und führt immer (auf lange Zeit gesehen) zum Total Verlust und Bankrott. Es ist klar davon abzuraten deine Martingale Progression zu spielen. Da solltet ihr besser bei einem flachen Stake bleiben und auf Einzelwetten setzen.
Weitere Infos:
Zu dem Erwartungswert gibt es einen Wikipedia Artikel der die Berechnung für jede Art von Erwartungswerten erklärt.
Benjamin Becker
Wett ABC Asiatisches Handicap
Asiatische Handicapwette
Die asiatische Handicapwette ist, wie der Name bereits vermuten lässt, eine in Asien weitverbreitete und populäre Wettart. Die asiatische Handicapwette (kurz AHC) stellt eine Mischung zwischen einer normalen 2-Weg-Wette und einer Handicapwette dar. Das Handicap stellt einen gedachten Vorsprung/Rückstand des Außenseiters/Favoriten dar und sorgt somit für einen Quotenausgleich. Bei einem Unentschieden (der ausgedachte Vorsprung/Rückstand mit inbegriffen) erhält man seinen vollen Einsatz zurück. Die asiatische Handicapwette gibt es in verschiedenen Formen :
Ganze Handicaps – Beispiel :
VfB Stuttgart +1.0 | Quote : 1.80
Werder Bremen -1.0 | Quote: 2.15
Setzt man nun auf Stuttgart, erhält man :
- den vollen Gewinn, wenn Stuttgart gewinnt oder das Spiel Unentschieden endet
- den Einsatz zurück, wenn Werder Bremen mit einem Tor Vorsprung gewinnt (zum Beispiel 1:0 oder 2:1 für Bremen)
- nichts, wenn Werder Bremen da Spiel mit 2 oder mehr Toren gewinnt (zum Beispiel 2:0 oder 3:1 für Bremen)
Halbe Handicaps – Beispiel :
Borussia Dortmund +0.5 | Quote : 1.90
Bayern München -0.5 | Quote: 2.05
Setzt man nun auf München, erhält man :
- den vollen Gewinn, wenn München das Spiel mit mindestens einem Tor Vorsprung gewinnt
- nichts, wenn das Spiel unentschieden endet oder Dortmund das Spiel gewinnt
Die Option seinen Einsatz zurückzuerhalten existiert bei der halben Handicapwette nicht, da das Endergebnis nie ein Unentscheiden sein kann (Bsp.: Dortmund gewinnt 1:0 , ergibt mit Handicap 1:0,5)
Viertel Handicaps – Beispiel :
VfL Wolfsburg +0.5 & +1.0 | Quote : 1.75
FC Schalke 04 -0.5 & -1.0 | Quote: 2.10
Setzt man nun auf Wolfsburg, erhält man :
- den vollen Gewinn, wenn das Spiel Unentschieden endet oder Wolfsburg das Spielt gewinnt
- nichts, wenn Schalke das Spiel mit 2 oder mehr Toren Vorsprung gewinnt
- die Hälfte des Gewinns, wenn Schalke mit genau einem Tor Vorsprung gewinnt
In der Android App findet ihr die Vorhersagen auch als asiatische Handicaps!
Benjamin Becker
Wett ABC 1X2 & over / under
Dann wollen wir im Wett ABC heute mal zwei Wettarten besprechen die sicher ganz leicht zu verstehen sind. Das wäre einmal die 1X2 Wettart und dann die over / under (o/u) Wettart. Beide sind sicher den meisten Lesern des Blogs schon bekannt. Denn mit diesen Wettarten steigt man meist in das Wettgeschäft e 1X2 Over/Under Vorhersagen auf Over / Under Wetten sind sehr schwer. Daher gibt es hier noch keine Vorhersagen zu dieser Art von Wetten. Wir arbeiten aber daran unsere Sportwettenvorhersagen genauer zu machen und dann auch over / under Tipps präzise Vorhersagen zu können.
Eine 1X2 Wette hat 3 mögliche Wettausgänge. Man kann auf einen Heimsieg (1), auf das Unentschieden (X) oder den Auswärtssieg (2) tippen. Sollte dann eines dieser Ereignisse eintretten bekommt man den Gewinn ausbezahlt, ansonsten verliert man. Also sehr einfach. Daher gibt es auch noch eine andere Art und das ist die DC1X2, also Doppelchance Wetten auf 1X,X2 oder 1/2. Hier gewinnt man dann immer wenn einer der zwei gedachten Ausgänge eintritt. Bei 1/2 zum Beispiel verliert man nur wenn das Spiel Unentschieden ausgeht. Somit kann man sich bei den Wettart 1X oder X2 eine Sicherheit auf das Unentschieden kaufen. Denn diese Quoten sind natürlich umeiniges niedriger als Normale 1X2 Quoten. Da 1X2 die beliebste Art von Sportwetten sind gibt es im Vorhersage Programm auch genau die passenden Tipps. Schaut euch einfach die Tipps unter Heimsieg oder Auswärtssieg an. Auf der Startseite poste ich auch ganz besondere Sportwetten Vorhersagen, dazu muss man dann nicht das Vorhersage Tool benutzen.
Bei Over/Under Wetten gibt es 2 bis 3 Wettausgänge. Die Wette kann Gewonnen oder Verloren werden. Aber es ist auch möglich, dass man sein Geld zurück bekommt (Cashback). Normalerweise bieten Buchmacher Over / Under Wetten an bei denen im Raster 0,5 , 1,5 , 2,5 , 3,5 und 4,5 an. Bei diesen Wettarten addiert man die Anzahl der geschossenen Tore. Eine over 2,5 Wette gewinnt man jetzt wenn die Summer der Tore größer 2 ist. Also mindestens 3 Tore geschossen werden. Dementsprechend verliert man diese Wette wenn dies nicht eintritt. Eine under 2,5 Wette würde man aber gewinnen wenn weniger als 3 Tore geschossen werden, also maximal 2 das Tor getroffen wird. Und so ist das bei allen x,5 over / under Wetten. Es gibt aber auch anbieter die zum Beispiel eine over 3 Wette anbieten. Diese Gewinnt man wenn mehr als 3 Tore geschossen werden, sprich mindestens 4 Tore geschossen werden und man verliert sie bei weniger als 3 Toren, also dürfen maximal 2 Tore geschossen werden. Bei genau 3 Toren, ihr werdet es euch schon denken, gibt es dann den Cashbackfall. Da ihr weder verloren noch gewonnen habt gibt es einfach den Einsatz zurück. Bei Kombiwetten geht diese Wette dann einfach mit der Quote 1,0 in die Wette ein.
Benjamin Becker
Wett ABC – Back & Lay
Heute betrachten wir den Unterschied zwischen Back und Lay Wetten.
Lay Wetten an sich kann man nur bei Wettbörsen wie Betfair spielen. Wir betrachten aber auch, wie man Lay Wetten bei anderen Anbietern spielen kann. Back Wetten können bei jedem Buchmacher und jeder Wettbörse gespielt werden.
Back Wetten sind die “normalen” Wetten. Also wenn du auf das eintretten eines Ergebnisses setzt. Gehen wir von einem Fußball Spiel aus. Hier gibt es die Möglichkeit auf Heim Sieg, Auswärtssieg, oder Unentschieden zu tippen. Wenn man das macht hat man schon eine Back Wette abgegeben.
Lay Wetten kann man nur bei Wettbörsen abgeben. Denn hier wettet man gegen das Eintreffen eines Ereignisses. So kann man hier sagen, dass man gegen den Heimsieg wettet. Interessanter wird das aber bei Wetten wo es mehr als 3 Ausgänge gibt. Also zum Beispiel genaue Endstände, oder Sieger Wetten. Man kann bei keinem Buchmacher darauf wetten, dass zum Beispiel Newcastle United kein Englischer Meister wird. Aber bei einer Lay Wette geht das. Um Lay Wetten auszuprobieren, am besten bei Betfair anmelden.
Manche Lay Wetten kann man auch zu einer Back Wette umwandeln, dazu mal ein Beispiel:
Lay = Wetten GEGEN ein Ereignis, z.B. Lay Heimmannschaft bzw. Lay 1 = Wetten dass die Heimmannschaft NICHT gewinnt bzw. Wetten, dass das Spiel Unentschieden ausgeht ODER die Auswärtsmannschaft gewinnt. Lay 1 entspricht dementsprechend auch der doppelten Chance X2 oder (meist sogar mit besseren Quoten) dem Asiatischen Handicap +0,5 auf die Auswärtsmannschaft.
Lay 1 = Back X2 = Back 2 AH+0,5
Bei Gewinn der Lay-Wette: Umsatz = Einsatz
Bei Verlieren der Lay-Wette: Verlust = Einsatz * Quote – Einsatz
Zur Umrechnung von Lay in Backquoten und umgekehrt gibt es daher auch eine einfache Formel:
Layquote/(Layquote-1) = Backquote
Backquote/(Backquote-1) = Layquote
Das heißt eine Lay-Quote von 3.5 entspricht einer Back-Quote von 1.40 .
Für 100 Euro Risiko auf eine 1.40 Back erhalte ich 40 Euro Reingewinn.
und genauso für 100 Euro Risiko auf eine Lay 3.5 erhalte ich 40 Euro Reingewinn.
Um die Rechnung noch einfacher zu machen ist im Wettrechner ein Back / Lay Rechner integriert.
Das heißt aber auch, dass das Risiko bei einer Lay Wette größer ist. Wenn Lay Wetten bei Betfair spielt gibt man nur ein was der Gegner Einsetzt (dort Haltender genannt). Also gibt man 40 Euro ein. Man muss aber ein Risiko von 100 Euro bereithalten. Denn sollte der Haltende Gewinnen muss man ihm 100 € auszahlen. Bei Gewinn behält man die 40 Euro.
Die Sportwetten Vorhersagen können auch sehr gut bei Betfair nachgespielt werden. Um die Doppelchance Tipps zu spielen hat man sogar drei Möglichkeiten. So kann man die Vorhersagen als Lay Spielen. Oder man spielt die DoppelChance in dem man die Sportwetten Vorhersage auf die zwei Ausgänge legt und schaut das bei beiden Ergebnissen das selbe Ergebniss raus kommt. Als dritte und letzte Möglichkeit kann man die Fussballvorhersagen bei Betfair auch als Asiatisches Handicap spielen. Dazu mehr in einem anderen Wett ABC Artikel.
Um Lay Wetten bei Bwin zu spielen wenn es mehr als drei Ausgänge gibt, bietet es sich an mit dem Dutching Rechner den Einsatz zuberechnen. Damit kann man auch bei einem Wettanbieter der nur 3- Wege Wetten anbietet 2-Wege Wetten spielen.
Benjamin Becker



