Wett ABC: Sportwetten-Progression 1

Der Begriff der Progression kommt ursprünglich aus dem Casino-Bereich. Progression wurde bevorzugt beim Roulette eingesetzt und funktioniert folgendermaßen: Es wird beispielsweise immer wieder auf „Rot“ gesetzt, bis tatsächlich die Kugel auf die Farbe „Rot“ gefallen ist. Ein möglichst geringer Einsatz verschafft Luft nach oben. Mögliche Verluste können so leichter wieder ausgeglichen werden.
Auch im Bereich der Sportwetten wird die Progression immer beliebter.

Welche Progressionsarten gibt es?

Progressionen gibt es für Wetten auf Gewinn, Verlust oder Unentschieden.
Bei der Verlustprogression erhöht sich nach einer verlorenen Wette der Einsatz. So können vorherige Verluste ganz oder teilweise ausgeglichen werden. Läuft es optimal, steht am Ende ein Nettoplus. Selbst ohne irgendeine Ahnung von Wetten zu haben, ist es möglich, mit Verlustprogressionen Gewinne zu erzielen – allerdings nur kurzfristig. Andere Meinungen hierüber sind wohl damit zu begründen, dass davon ausgegangen wird, dass sich nicht gewinnbringende Einsatzstrategien langfristig zu profitablen Systemen entwickeln können. Für alle Verlustprogressionen gilt aber, dass die Marge des Buchmachers langfristig einen negativen Erwartungswert voraussetzt. Trotzdem gibt es Wetter, die auch über einen längeren Zeitraum Gewinne mit Verlustprogressionen erzielen. Dieser Erfolg ist aber nur Personen vorbehalten, die die Fähigkeit besitzen, gewisse Spielausgänge exakter voraussehen zu können als die Buchmacher.
Deshalb ist es in der Regel eher so, dass mit Verlustprogressionen bei Sportwetten kaum Gewinne zu erzielen sind. Verantwortlich hierfür ist ganz einfach die menschliche Psyche. Wer sich in der siebten Progressionsstufe des Martingale Systems befindet, bekommt nicht selten „Nervenflattern“, wenn das 64-fache des Grundeinsatzes gesetzt werden muss, um vorangegangene Verluste wieder auszugleichen oder wenigstens einen kleinen Gewinn zu erzielen. Kein Wunder, wenn bei diesem enormen Druck auch falsche Entscheidungen getroffen werden.

Verlust – Progressionen

Zu den Verlust-Progressionen zählen nachfolgende Systeme:

  • D’Alambert
  • Martingale
  • Super Martingale
  • Fibonacci

Gewinnprogressionen, die auch Paroli genannt werden, verhalten sich genau umgekehrt zu den Verlustprogressionen. Das Prinzip ist jedoch identisch. Wetteinsätze werden dann nicht nach einer Verlustwette, sondern nach einer gewonnenen Wette erhöht. Wer richtig Paroli spielen will, muss sich vorher eingehend mit der Ausgestaltung des Systems auseinandersetzen. Dabei gilt es, sich über grundlegende Fakten Gedanken zu machen:

  • Festlegung des Grundeinsatzes
  • (in der Regel zwischen 1 – 3 Prozent)
  • Über wie viele Progressionstufen wird gegangen?
  • (Nach wie vielen erfolgreichen Wetten wird wieder mit dem Grundeinsatz begonnen?)
  • Quotenauswahl

Die Vorteile dieses Systems sind klar. Mithilfe der Gewinnprogression können durch die Ausnutzung erfolgreicher Wetten hohe Gewinne erzielt werden, da nur mit dem Geld des Buchmachers gespielt wird. Nach der ersten Wette werden auf nachfolgenden Progressionsstufen nur zuvor erspielte Gewinne eingesetzt. Geht ein Tipp schief, geht auch nur der Grundeinsatz verloren. Auf diese Weise wird die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes deutlich reduziert.
Von Nachteil ist, dass häufig zu viele Progressionsstufen angesetzt werden, die für Frustration beim Wettspieler sorgen können. Wurden drei Wetten erfolgreich abgeschlossen, ist es sinnvoll, wieder mit dem Grundeinsatz zu starten und die vierte Progressionsstufe zu ignorieren.

Gewinn-Progressionen

Zu den Gewinn-Progressionen gehören die Anti Martingale- und die Contre D’Alambert- Methode.
Eine weitere Variante der Sportwette mit Progression ist das Tippen auf Unentschieden (zum Beispiel beim Fußball). Es sollte ein Spiel ausgewählt werden, von dem vermutet werden kann, dass am Ende mit großer Wahrscheinlichkeit ein Unentschieden steht. Nun wird der Grundeinsatz festgelegt und anschließend auf das Spiel gesetzt. Ist der Tipp richtig, wird die zuvor praktizierte Vorgehensweise wiederholt. Liegt der Tipper daneben, wird der Einsatz verdoppelt und er tippt auch das nächste Spiel auf ein Remis – solange, bis tatsächlich ein Unentschieden gespielt wurde.
Bei dieser Methode ist darauf zu achten, dass der Grundeinsatz der ersten Wette nicht zu hoch ausfällt. Denn es ist durchaus möglich, dass in Folge fünf, sechs oder sieben Spiele nicht unentschieden enden. Außerdem ist genügend Kapital notwendig, um einer eventuelle Durststrecke standzuhalten.

One comment on “Wett ABC: Sportwetten-Progression

  1. Antworten Sebastian Jul 16,2012 11:20

    Sehr schöne Erklärung. Ich persönlich halte aber nicht viel von Progressions-Systemen. Meist ist sehr fix der Punkt erreicht (nach 5 bis 10 Progressionen in der Regel), bei dem man einen Einsatz tätigen muss, der die aktuelle Bank übersteigt. Mag am Anfang oft klappen, aber irgendwann klappt es nicht und dann hat man in der Regel einen Totalverlust.

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