1. Fußball Bundesliga Saison 2013/2014 – Vorstellung der Mannschaften Teil 2

1. Fussball Bundesliga Saison 2013/14 – Bayer Leverkusen, SC Freiburg, Hannover 96 und Wolfsburg

Nur noch wenige Tage bis zum Start der Saison 2013/2014 und die Gemüter von Fans und Teams sich erhitzen. Mit von der Partie sind die Mannschaften von Bayer Leverkusen, CS Freiburg, Hannover 96 und VfL Wolfsburg. Was die Clubs uns diese Saison bieten wollen: Hier die Vorschau.

Bayer Leverkusen und der SC Freiburg in der 51. Bundesliga Saison

Zu Beginn der neuen Saison wartet Bayer Leverkusen gleich mit der ersten Überraschung auf: Der Rechtsverteidiger Roberto Hilbert hat einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Bundesligisten unterschrieben. Der 28 Jährige wurde ablösefrei unter Vertrag genommen, laut Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser soll Hilberts internationale Erfahrung dem Team mehr Flexibilität geben.  Bayer Leverkusen hatte dabei ohnehin schon eine glänzende, letzte Saison gespielt (39 Punkte). Die Rheinländer sind wieder in der Champions League und spielten dank des Trainerduos Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski souveränen Fußball – nach den vergangenen Turbulenzen keine Selbstverständlichkeit. Auch, wenn für die Champions League ein Opfer gebracht werden musste – in dem Fall die Europa League – mit der Leistung des Vorjahres geht es optimistisch in die neue Saison. Auf Stefan Kießling setzt man auch diese Bundesligasaison wieder, der bereits in der Vergangenheit Stärke und Kampfgeist bewiesen hat. Und auch Lars Bender ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Der Mittelfeldspieler schied wegen einer Sprunggelenksverletzung aus, trainierte aber bereits im Trainingslager in Zell am See kräftig mit.
Die Defensive weiter sichern und dann blitzschnell agieren – so könnte auch die Taktik für die 51. Bundesliga Saison aussehen. Mit dem Linksverteidiger Konstantinos Stafylidis konnte Bayer 04 zudem eine seiner größten, personellen Baustellen abschließen und holte sich mit dem Griechen ein richtiges Naturtalent ins Haus, der diese Taktik durchaus umsetzten kann. Dafür wechselt Andre Schürrle zum FC Chelsea, dort hat er Ende Juni einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet.  Personelle Änderungen gibt es auch für Daniel Carvajal, der zu Real Madrid wechselt. Weiter Abgänge: Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach), Michael Rensing (Fortuna Düsseldorf), Hajime Hosogai (Hertha BSC), Daniel Schwaab (VfB Stuttgart), Nicolai Jörgensen (FC Kopenhagen) und Manuel Friedrich, dessen Ziel allerdings nicht bekannt ist. Neben Hilbert und Stafiylidis wurden noch mehr Neuzugänge verpflichtet und sollen die neu gewonnene Selbstsicherheit weiter festigen. Nach oben soll es gehen – ganz nach oben am Besten.
Und Freiburg? Ein Blick auf die Rückennummern verrät schon jetzt, wie die Taktik des SC Freiburg aussehen wird: Trainer Christian Streich, der ab sofort von Iraklis Metaxas unterstützt wird, verzichtet auch diese Saison wieder auf den „10er“. Will heißen, dass nicht von einem Mann aus zentral gesteuert wird und die gesamte Mannschaft so einfach flexibler bleibt – abgesehen davon haben die Breisgauer gar keinen „klassischen 10er“, so Trainer Streich. Die allgemeine Erwartungshaltung des Vereines bleibt aber auch heuer wieder bescheiden. Das Ziel ist nicht abzusteigen. Natürlich träumen sie aber immer auch von der Qualifikation in den internationalen Wettbewerb. Immerhin ist die vorangegangene Saison grandios gelungen: Christian Streich führte den Sport Club souverän in die Europa League, das war die zweitbeste Platzierung überhaupt. Dennoch ist Freiburg ein auf dem Boden gebliebener Verein, der seine Grenzen kennt und auch weiß, wo die Stärken bzw. Schwächen liegen. Mit geschickten Transfers soll aber trotz der Bescheidenheit die Saison 2013/2014 gelingen. So ist Admir Mehmedi der siebte Neuzugang des SC Freiburg, eine Leihgabe von Dynamo Kiew. Der Angreifer freut sich auf die kommende Zeit beim Sportclub und ist zuversichtlich, sich in Freiburg in Ruhe weiterentwickeln zu können. Auch Felix Klaus und Niclas Höfler zählen zu den Neuzugängen und zeigen großen Optimismus.

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Zurück in die Erfolgsspur: Hannover und Wolfsburg in der kommenden Saison

Für Hannover 96 war der Neunte Platz der letzten Saison nicht zufriedenstellend – zumindest nicht für alle. Denn dies war bereits das zweite Mal in Folge, dass die 96er keine internationale Luft schnuppern durften. Trainer Mirko Slomka wirkte ganz zufrieden mit der Punkteausbeute, doch das Ziel der kommenden Spielzeit hatte Präsident Martin Kind ganz klar definiert: Mindestens eine Sechser-Platzierung wird erwartet. Trainer Slomka sieht dass aber anders. Er findet, dass ein Rang in der oberen Tabellenhälfte grundsätzlich mehr als zufriedenstellend ist – es muss nicht unbedingt Platz 6 sein – und würde sich wohl auch in der anlaufenden Saison mit einem gleichen Ergebnis wie 2012/2013 erzielt, zufrieden geben. Doch die Qualifizierung in das internationale Geschäft hat Vorrang und so wurde mit vier Neuzugängen aufgerüstet. Salif Sane (U17) als Innenverteidiger, Edgar Prib und Florian Ballas. Als vierter im Bunde verdeutlichte Leon Bittencourt sein Vorhaben bei den 96gern: Mindestens 3 von 4 Pflichtjahren möchte er international spielen.
Der VfL Wolfsburg überzeugt mit Anpfiff am 10. August vor allem mit einem großen Aufgebot an qualifizierten Profifußballern, vielleicht besitzt der Verein diese Saison sogar die beste Innenverteidigung der gesamten Liga. Insgesamt 45 Spieler ist der Kader groß, darunter Ivica Olic, Bas Dost, Ivan Perisic, Diego und Vierinha. Damit ist Wolfsburg vor allem in der Offensive extrem stark, findet auch Ex-Cheftrainer Lorenz-Günther Köstner. Und der muss es wissen. Aber auch die Defensive kann sich sehen lassen, immerhin wurde hier um Neuzugang Tim Klose aufgerüstet, der wird weiterhin von Naldo unterstützt. Die Chancen auf eine aussichtsreiche Spielzeit stehen für den VfL somit nicht schlecht. Zumal auch Diego eine ausschlaggebende Figur im Team spielt. Der Mittelfeld-Star stärkt die Niedersachsen zusätzlich und bleibt somit auch diese Saison einer der wichtigsten Kicker im Team. Coach Hecking und Geschäftsführer Allofs müssen dennoch gründlich aussortieren, denn der Kader ist schon verdammt groß. Das Ziel der Wölfe ist bereits jetzt kein unerreichbarer Traum: Die Europa League ist das Mindestmaß und dies dürfte mit der starken Mannschaft in dieser Saison kein unerfüllter Wunsch bleiben.
Die kommende Saison wird auf jeden Fall spannend. Die vier Mannschaften sind immerhin nicht die einzigen, die klare Ziele vor Augen haben – und Kampfgeist in den Beinen. Für wen sich der Ehrgeiz am Ende auszahlt werden wir sehen. Die Fans dürfen sich aber garantiert auf Spannung pur freuen.

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